kontrast - Das Kurzfilmfestival in Bayreuth - zur Homepage
   
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Das Filmfest


18. Bayreuther Filmfest "kontrast"
03. bis 05. März 2017

im Internationales Jugendkulturzentrum Bayreuth - DAS ZENTRUM

Mit unserem Festival wollen wir dem Zuschauer die Highlights des (kurz-)filmischen Schaffens von Profis sowie Amateuren zeigen. Die originelle Idee und deren kreative Umsetzung ist uns dabei wichtiger als technische Finessen.

Das Filmfest wird organisiert und durchgeführt vom Bayreuther Filmfest e.V. (eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein) und bietet drei Tage lang Kurzfilme unterschiedlichster Art.


Unser Sonderthema für 2016: „alles anders“

Aktuelle Kurzinfos:

     
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„Alles anders".
Wer das sagt, hat die sprichwörtlichen Faxen dicke. Diese zwei kleinen, unscheinbaren, fast schon zu Füllwörtern reduzierten Worte, haben in ihrer Kombination dennoch eine gewisse Sprengkraft. Denn „Alles anders" schließt mit dem bisherigen Tun, den Gewohnheiten und Automatismen ab. Und zwar kategorisch. Da geht es nicht um ein bisschen Veränderung, um das Finetuning am Bestehenden, kein Umgestalten des Ist-Zustands. Da ist ein radikales „von unten nach oben kehren" gemeint. Es kommt ALLES auf den Prüfstand um es ANDERS zu machen.

Klingt erst mal ganz gut, weil kernig und so absolut. Wenn da nur nicht das Wörtchen „anders" wäre. Wie anders? Und vielleicht auch wo anders? Oder wer anders? Und schon wird’s schwammig. Da kann das „alles" noch so vorpreschen in seiner umfassenden Absolutheit, das „anders" am Ende gießt dann wieder Wasser in die Suppe. So entsetzlich unkonkret. So „anders" halt.

Denn „alles anders" ist auch Beliebigkeit, etwa am Jahresende, wenn man irgendwie alles anders machen will im neuen Jahr. Mehr Sport, bewusster leben, weniger trinken, kennt jeder, macht jeder, und jährlich grüßt das Murmeltier. Und schon bekommt auch das mutige „alles" einen schalen Beigeschmack. Denn mal ehrlich: Wie unrealistisch ist es doch „alles" ändern zu wollen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und fällt spätestens nach 2 Monaten wieder in sein wohliges, warmes Gewohnheits-Bett. „Alles anders"? Och Leute, was geht mich mein Geschwätz von gestern an.

Das Verschwommene, das Gewollte und nicht Gekonnte, der Vorsatz nebst Versagen, wie auch der wirkliche Neuanfang - alle Facetten des „alles anders" haben in der Literatur, in der Musik und natürlich im Film eine ganz eigene Brisanz. Und sind der wahrscheinlich häufigste Ausgangspunkt für eine gute Story.
Denn durch „alles anders" bekommt jede Geschichte einen doppelten Boden, wechselt abrupt die Richtung, denn in Wirklichkeit ist doch alles anders.
Ach je, da hat man es sich als Zuschauer so schön gemacht, geht mit der Hauptperson auf Heldenreise - um dann was zu erfahren? Stimmt gar nicht, war „alles anders"? Fast rewind. Und alles wird aus einer anderen Perspektive erzählt.
Doppelagenten fristen in diesem „alles anders" ihr wenig glamouröses Dasein, haben zwei Identitäten, zwei Auftraggeber. Auf beiden Seiten die eine, absolute Wahrheit um doch im Innern zu wissen - es ist doch alles anders. Ganz anders.
IM’s haben so ihre Umwelt, selbst die eigene Familie jahrelang belogen. Lebten in zwei Leben, in zwei Wahrheiten. Ein privates Gespräch, ein Freund wird dann schnell zur Informationsquelle, die in einen Bericht an den Führungsoffizier des Ministeriums für Staatssicherheit fließt. Enttarnt und aufgeflogen, hinterlässt der Informelle Mitarbeiter Schmerz, Wut, Unsicherheit. Denn es war eben „alles anders", als es nach außen, und für die Familienmitglieder auch im eigentlich behüteten Privatleben, aussah.

Die Auflösung solcher Geschichten, die Erklärungsversuche laufen dann auch mit den beiden kleinen Worten ab. „Lass es mich erklären, es ist alles anders als Du denkst.“
Verwicklungen, Aufbruch, Wiederkehr und Verlust, jede getwistete Geschichte, basiert auf „alles anders". Und deshalb suchen wir die interessantesten Filme zum Thema „alles anders", sind auf die unterschiedlichen Interpretationen des Sonderthemas gespannt. Wo die Geschichte spielt, mit welchen dramaturgischen und stilistischen Mitteln dabei gearbeitet wird, ist egal. Hauptsache es wird klar, warum auf und in dieser Welt auf einmal „alles anders" sein kann.

 
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